Fussverkehr St.Gallen-Appenzell

Streifzüge auf Augenhöhe 1.20m

In Anlehnung an das Projekt «JO! St.Johann-Quartierentwicklung mit Kindern» aus Basel haben die Fachverbände «Fussverkehr St.Gallen» sowie «VCS St.Gallen/Appenzell» die Idee entwickelt, die Qualität der St.Galler Strassen, Fusswege und Plätze aus Kinderoptik zu untersuchen und Verbesserungsvorschläge zu entwerfen. Im Vordergrund steht die Attraktivität und Sicherheit der von den Kindern benutzen Orte. Das Projekt «Streifzüge auf Augenhöhe 1.20m» ist als Ergänzung der von der Stadt St.Gallen aktuell durchgeführten Schwachstellenanalyse Velo- und Fussverkehr zu betrachten. Deshalb wird das Projekt zeitlich und räumlich koordiniert mit den Arbeiten des Tiefbauamts der Stadt St.Gallen durchgeführt.

Schülerinnen und Schüler werden in kleinen Gruppen ihre gewohnte Umgebung wie Schulwege, Spielplätze, Aufenthaltsorte in der Freizeit, Wege zu den Freizeitaktivitäten etc. unter die Lupe nehmen. Bei diesen «Streifzügen» werden die Kinder von einer erwachsenen Person begleitet.

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Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Bahnhofplätze als Visitenkarten der Gemeinde

Der Bahnhofplatz steht täglich im intensiven Belastungstest, wird von Tausenden gequert, befahren, begangen und als Treffpunkt in Beschlag genommen. Ein Bahnhofplatz muss daher primär gut funktionieren.
Gemäss Richtplanung des Kantons St.Gallen sollen in den nächsten Jahren im Kanton St.Gallen mehr als 20 Bahnhofplätze umgebaut werden. Zentrales Thema dabei ist die Verknüpfung der Bahn mit anderen Verkehrsarten.

An einer Exkursion am 21. August 2009 - organisiert von Fussverkehr St.Gallen und VCS St.Gallen-Appenzell - haben sich Fachleute über gute Beispiele und ihre Planungsgeschichte vor Ort informiert. Parallel dazu wurde eine Dokumentation ausgearbeitet: 

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Massnahmenpaket Innenstadt St.Gallen

Die VCS Sektion St.Gallen hat gemeinsam mit Fussverkehr Schweiz ein Massnahmenpaket zur Förderung der Innenstadt St.Gallen erarbeitet. Die Autoren Andreas Bernhardsgrütter, Daniel Schöbi und Stefan Manser zeigen darin zahlreiche Vorschläge auf, wie die Innenstadt St.Gallens attraktiver gestaltet und die Erreichbarkeit insbesondere für den Fuss- und Veloverkehr sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln aber auch mit dem Auto verbessert werden kann.

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Fachexkursion nach Winterthur zum Thema «Urbane Räume»: Grösste Fussgängerzone der Schweiz als Höhepunkt

Rund 40 Fachleute aus Verwaltung und Planungsbüros sowie VertreterInnenvon verschiedenen Gemeindeparlamenten haben auf Einladung von VCS St.Gallen/Appenzell und Fussverkehr Schweiz die Exkursion "Urbane Räume" besucht. Höhepunkte der Führung waren neben der grössten Fussgängerzone der Schweiz der bereits teilweise umgestaltete Bahnhofplatz und die Aussenräume im Sulzer-Areal. Nach einem theorischen Teil wurden die Teilnehmer in vier Gruppen zu Fuss und mit dem Velo durch die Stadträume geführt. Der Winterthurer Stadtrat und Bauvorstand Walter Bossert und der Verkehrsplaner Herbert Ernst haben mit Stolz die Geschichte der schrittweisen Einführung der Fussgängerzone Altstadt Winterthur nachgezeichnet. Seit den fünfziger Jahren konnten sukzessive sämtliche Gassen vom Autoverkehr weitgehend befreit und die Gassen eingeebnet werden. Inzwischen präsentiert sich die Altstadt als lebendiger Raum und attraktive Einkaufsmeile mit einem vielfälltigen Angebot. Der St.Gallen Verkehrsplaner Daniel Schöbi stellte das neue Massnahmenpaket St.Galler Innenstadt vor. Darin sind zahlreiche Vorschläge enthalten, wie auch die Innenstadt St.Gallen als Aufenthaltsraum aufgewertet und die Zugänglichkeit insbesondere für den Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr verbessert werden könnte. Thomas Schweizer, Geschäftsleiter von Fussverkehr Schweiz, hat schliesslich zwei neue Publikationen vorgestellt: Die Broschüre des ASTRA "Langsamverkehr in den Agglomerationen" ist eine Planungshilfe bei der Ausarbeitung von Agglomerationsprogrammen, bei denen auch der Fuss- und Radverkehr gebührend zu berücksichtigen ist. Mit der Arbeitshilfe "Fuss- und Veloverkehr auf gemeinsamen Flächen" wird aufgezeigt, wie Konflikte zwischen den beiden Verkehrsarten dank einer guten Gestaltung und richtigen Signalisation minimiert werden können. In vier Gruppen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Winterthurer Altstadt, den Bahnhofplatz und das Sulzerareal zu Fuss oder mit dem Velo besucht. Stadtrat Walter Bossert führte eine verkehrspolitische Tour, Ruedi Metzger und Richard Mauer führten aus dem Blickwinkel des Städtebau und der Raumplanung und der Verkehrsplaner Herbert Meier erkundete die Stadt mit seiner Gruppe per Velo und testeten dabei die zahlreichen Winterthurer Velomassnahmen. Neben gelungenen Planungen fiel dabei der Handlungsbedarf im Bereich der Gleisquerungen auf - die immer noch den neuen Stadtteil Sulzer-Areal mit der Altstadt trennen.

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Kontakt

Fussverkehr St.Gallen - Appenzell

Robert Furrer
Kräzernstr. 106
9015 St. Gallen
st.gallen at fussverkehr.ch