
Werkstattgespräch von Fussverkehr Bern: Wie weiter mit den Begegnungszonen ?
Unser Ziel ist mehr Fussverkehr und Lebensqualität! Dazu ist der öffentliche Raum multifunktional zu gestalten, nicht nur als Verkehrsraum sondern auch als Raum für soziale Kontakte. Vor acht Jahren wurde das Instrument der Begegnungszone eingeführt. Seither ist Tempo 20 und Fussgängervortritt nicht nur in Wohnquartieren sondern auch in zentralen Bereichen möglich. Dutzende von Begegnungszonen sind seither entstanden. Viele sind in Vorbereitung – Zeit für eine Standortbestimmung:
- Hat sich das Instrument bewährt?
- Welche Ziele konnten erfüllt werden – welche nicht?
- Müssen die Verfahren angepasst werden?
- Müssen die Schnittstellen Verwaltung/BürgerInnen verändert werden?
- Braucht es Anpassungen bei den Anforderungen?
- Tempo 30 oder Begegnungszone oder welche neue Vision?
Auf diese und weitere Fragen wurden im Rahmen eines Werkstattgespräches am 26.Oktober 2009 Antworten gesucht. Die Referate stehen hier zum Download bereit:
Martin Beutler, Firma für Soziale Plastik, Bern: Rückeroberung der Strasse
Felix Dudler, Verkehrsplaner, Biel: Zentralplatz – Vom Unort zum öffentlichen Raum
Jürg Stähli, Verkehrsplanung, Stadt Bern: 50 Begegnungszonen in Bern
Werner Meile, Gemeinderat, Bremgarten: Die erste Begegnungszone auf einer Kantonsstrasse
Interpellation zum Kulturgut Schulweg
Andreas Hofmann hat am 3. Juni 2009 im Grossen Rat eine
Interpellation zur Problematik der „Eltern-Taxis eingereicht. Es besteht zwar ein breiter Konsens, dass das „Erlebnis Schulweg“ von grosser Bedeutung für die Entwicklung der Kinder ist. Es fehlen aber Grundlagen auf allen Ebenen. So fehlen z.B. Erhebungen, welche den Umfang des Problems klar liegen, Zielvorgaben, Empfehlungen, Regelungen und Erfolgskontrollen. 10 konkrete Fragen zum Thema Schulweg soll nun der Kanton beantworten.
Berücksichtigung der Fussgängeranliegen bei Baustellen
Die Einrichtung von Baustellen im öffentlichen Raum ist meist mit Einschränkungen für den Verkehr verbunden. Während für den Fahrverkehr funktionierende Provisorien Bestandteil der Baustellenorganisation sind, werden die Anliegen der Fussgänger oft vernachlässigt. In einer
Motion wurden entsprechenden Massnahmen verlangt. Am 19. März 2009 hat der Stadtrat einstimmig den Vorstoss als Postulat überwiesen. Der Gemeinderat muss nun einen neuen Prüfungsbericht erstellen.
ABöV
Seit März 2009 ist FV Bern Mitglied in einer Begleitgruppe zur Behindertengleichstellung im öV. Das Ziel der Arbeitsgruppe ist die Beurteilung von fünf Pilothaltestellen und die Erarbeitung eines Beurteilungsrasters für eine Pilothaltestelle.
Postkartenserie zu Regeln in Begegnungszonen
Zusammen mit dem Tiefbauamt des Kantons Bern hat Fussverkehr Bern
vier Postkarten realisiert, welche auf illustrative und eingängige Weise die wichtigsten Regeln in den Begegnungszonen illustrieren.
Stellungnahme zum Strassengesetz und zur Strassenverordnung
Fussverkehr Bern hat zur Vernehmlassung des Strassenverkehrsgesetzes und zur Strassenverordnung eine Stellungnahme erarbeitet.
Gründung Regionalgruppe Bern
Am 4. September 2006 wurde in Bern eine Regionalgruppe von Fussverkehr Schweiz gegründet. "Fussverkehr Bern" fungiert als Ansprechpartner der Behörden bei lokalen Anliegen des Fussverkehrs. Zur Gründungsversammlung erschienen diverse Einzelmitglieder, aber auch Vertretungen von den Gemeinden und des Kantons, sowie von Organisationen mit einem Bezug zum Thema «Zufussgehen». Ein 8-köpfiger Vorstand wird künftig die Arbeit der Regionalgruppe bestimmen. Koordinatorin der Regionalgruppe ist die Berner Raumplanerin und SP-Stadträtin Gisela Vollmer. Die Regionalgruppe Bern freut sich auf die aktive Mitwirkung weiterer Mitglieder.


